Küchenarbeitsplatten: stumme Diener und echte Hingucker zugleich

Eine Traumküche ist der Raum, in dem sich die ganze Familie wohlfühlt. Darin lassen sich die normalen Mahlzeiten ebenso wie ganze Festmenüs zaubern. Auf der Küchenarbeitsplatte entsteht der Teig für knuspriges Gebäck, frische Salate und viele andere Köstlichkeiten. Mal spritzt das Wasser darauf, dann parkt ein heißer Topf auf der Küchenarbeitsplatte. Egal, was auf die Arbeitsplatte kommt, sie soll auch nach Jahren noch blendend in der Küche aussehen. Doch welches Material ist dafür am besten geeignet?

Massivholz: Charmante Küchenarbeitsplatten bringen Gemütlichkeit in die Küche

Arbeitsplatten aus massiven Holz überzeugen d Nachhaltigkeit. Die „grünen“ Küchenarbeitsplatten bringen eine wohnliche Atmosphäre sowohl in robuste Landhausküchen als auch in moderne Traumküchen. Je nach Stil gibt es verschiedene Holzarten in unterschiedlichen Farbtönen und Maserungen zur Auswahl. Massivholz-Küchenarbeitsplatten bestehen oftmals aus einem Stück Holz, das natürlich gewachsen ist und damit eine individuelle Struktur aufweist. Holz ist allerdings pflegebedürftig und sollte regelmäßig mit speziellen Holzlacken oder Pflegeölen imprägniert werden. Dann sieht es jahrelang schön aus. Falls das Holz mal nicht mehr so ist, wie es sein soll, lässt es sich abschleifen und sieht dann wieder aus wie neu. Auch wenn sich Messerschnitte, Kratzer und Flecken gerne auf Holz breitmachen, ist eine Küchenarbeitsplatte aus natürlichem Massivholz hygienisch.

Kunststoff: freie Wahl in punkto Design

Kunststoffarbeitsplatten sind echte Alleskönner. Sie nehmen das Design von Massivholz ebenso an, wie von Granit oder sogar Beton. Dabei sind sie nicht so schwer und absolut pflegeleicht. Wasser, Fett und Säuren haben keine Chance. Sie lassen sich mit einem Lappen oder Schwamm ganz einfach entfernen. Normale Putzmittel halten die Küchenarbeitsplatten aus Kunststoff beziehungsweise Laminat souverän aus. Die hochwertigen Arbeitsplatten gibt es in hellen, dunklen und sogar bunten Mustern und Farben. Mit Messern auf der Arbeitsplatte direkt zu schneiden, ist keine gute Idee. Auch der Kunststoff kann verkratzen. Für den heißen Topf empfehlen sich Untersetzer, da sich die Kunststoffbeschichtung bei zu starker Hitze verziehen kann. Die Unterseite der Küchenarbeitsplatte besteht meistens aus Pressholz. Daher sind alle Kanten und Ecken feuchtigkeitsempfindlich. Die Küchenarbeitsplatte quillt dann schnell auf. Silikon oder Acryl zum Abdichten der Fugen verhindern das zuverlässig. Je nach Stärke der Kunststoffschicht ändert sich auch der Preis. Je dicker sie ist, desto hochpreisiger ist die Arbeitsplatte. Dafür besticht eine Küchenarbeitsplatte aus Kunststoff aber mit einer nahezu unbegrenzten Haltbarkeit ohne zusätzliche Pflege. Die Designauswahl ist so groß, dass Kunststoff-Küchenarbeitsplatten zu jedem Küchenstil erhältlich sind.

Granit: edler Naturstein für elegante Küchenarbeitsplatten

Für viele ist sie das Sinnbild der Arbeitsplatte schlechthin: Dunkler, edler Granit kombiniert mit einer modernen oder sogar puristischen Küche beeindruckt vermutlich jeden. Auch Schiefer liegt hoch im Trend. Der kühle Stein verträgt Feuchtigkeit und Hitze gleichermaßen gut und lässt sich darüber hinaus einfach abwischen. Gegen Kratzer ist Granit nahezu unempfindlich. Doch Vorsicht: Scharfe Haushaltreiniger mag der ansonsten robuste Naturstein überhaupt nicht. Zur Reinigung empfiehlt sich daher ein spezieller Granitsteinreiniger, der zumeist auch für andere Natursteine geeignet ist. Eine Beschichtung kann die Küchenarbeitsplatte aus Granit zusätzlich schützen, sodass sie resistenter gegen alle Flüssigkeiten wird. Granit und Schiefer sind fast immer ziemlich dunkel und passen damit am besten in größere Küchen.

Quarzstein: Flexibilität beim Arbeitsplattendesign

Quarzstein auch Kunststein, Quarzwerkstoff oder Quarzkomposit genannt, ist in einer großen Farbpalette erhältlich. Außerdem sind dezenten oder stärker ausgeprägten Maserungsbildern oder Strukturen möglich. Es ist die ideale Alternative zum pflegeintensiven Naturstein. Quarzstein ist fleckenunempfindlich, pflegeleicht und hygienisch dank porenloser Oberfläche. Mit der richtigen Pflege lässt eine Küchenarbeitsplatte aus Quarzstein die Küche viele Jahre in elegantem Luxus erstrahlen. Sollten doch Kratzer entstehen, lassen sich diese leicht reparieren.

Keramik: Dieser Werkstoff hält immer mehr Einzug ins Interieur.

Die kühle, minimalistische Optik des Keramiks setzt ansprechende Kontraste zu vielen Küchenstilen. Küchenarbeitsplatten aus Keramik liegen voll im Trend und sind vor allem eines: stabil. Sie lassen sich auf Maß anfertigen und überzeugen mit vielen positiven Eigenschaften. Kratzer und Schnitte gibt es nicht auf der Keramikoberfläche. Hitze und Feuchtigkeit machen Keramik ebenfalls nichts aus. Das Pflegen und Säubern einer Keramik-Arbeitsplatte ist nicht besonders zeitintensiv. Die meisten Kochspuren lassen sich mit einem feuchten Tuch säubern. Grober Schmutz lässt sich mit milden Reinigungsmitteln entfernen. Keramik-Arbeitsplatten müssen nicht, wie Natursteine oder Keramik, imprägniert werden. Außerdem werden durch die UV-Beständigkeit über viele Jahre Gebrauchspuren minimiert.